
BAB A 5 Malsch - Offenburg
Das ÖPP-Projekt (Öffentlich-Private Partnerschaft) A5 Malsch – Offenburg gehört zur ersten Staffel von Pilotprojekten, die durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) in Deutschland vergeben wurde. Das Konzept der integrierten Vergabe von Bau-, Planungs-, Betriebs-, Erhaltungs- und Finanzierungsleistungen im Rahmen eines A-Modells, hat die ganzheitliche und temporäre Übergabe von bisher in der öffentlichen Hand liegenden Aufgaben durch ein Unternehmen der privaten Wirtschaft zum Ziel. Dadurch sollen verschieden gelagerte Effizienzpotentiale, Synergieeffekte und Anreizstrukturen über den Lebenszyklus eines Projektes generiert werden. Das A-Modell oder Ausbaumodell beschreibt in der Regel das Realisierungskonzept, einen vorhandenen Streckenabschnitt von vier auf sechs Spuren zu erweitern. Beim A-Modell wird eine Konzession an einen privaten Partner öffentlich vergeben, der dann über die Maut für schwere Nutzfahrzeuge (schwerer als 12 Tonnen) vergütet wird.
Die A5, zwischen Karlsruhe und Basel, ist eine Hauptverkehrsachse von europäischer Bedeutung, mit einem sehr hohen Verkehrsaufkommen von ca. 70.000 Fahrzeugen am Tag. Im aktuellen Ausbauzustand ist die streckenweise über 40 Jahre alte, vierstreifige Bundesautobahn dem heutigen Verkehr nicht mehr gewachsen. Folge ist unter anderem eine überdurchschnittlich hohe Stauanfälligkeit und Unfallhäufigkeit mit mehreren Unfallschwerpunkten.
